Longlist
Zwanzig bis fünfzig Kandidaten nach Ihren Kriterien, je Zeile die Kernfelder. Passt das Raster nicht, kostet ein zweiter Durchlauf keinen neuen Auftrag.
TACTIC SME Radar
Wer eine Nachfolgelösung oder einen Zukauf sucht, findet auf den Plattformen die Unternehmen, die bereits im Bieterwettbewerb stehen. Der SME Radar arbeitet davor: Er identifiziert mittelständische Kandidaten aus öffentlichen Quellen und liefert je Firma ein Dossier, in dem jede Angabe mit Quelle und Datum belegt ist.

Ausgangslage
Kandidaten zusammentragen, Register prüfen, Webseiten lesen, Gesellschafterkreis nachvollziehen, aussortieren, und für die Firmen, die übrig bleiben, dasselbe noch einmal in der Tiefe. Wer das im Haus macht, bindet dafür mehrere Tage, und am Ende steht ein Papier, das jemand verantworten muss.
Fiktives Beispiel
Ein Dossier umfasst je nach Fall etwa sechs bis acht Seiten. Der Aufbau ist immer derselbe, damit sich mehrere Kandidaten nebeneinanderlegen und ordnen lassen.
Was sich hieran prüfen lässt — und was nicht. Unternehmen, Personen, Orte, Registernummern und Kennzahlen dieses Musterdossiers sind frei erfunden; Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Unternehmen oder Personen wären rein zufällig. Nachvollziehen lässt sich daran der Aufbau: welche Felder vorkommen, wie jede Angabe belegt wird und wie die Einschätzung von den Registerfakten getrennt bleibt. Ob die Angaben tragen, kann ein erfundener Fall naturgemäß nicht zeigen. Dafür gibt es die Probelieferung an einer echten Firma.
Abgrenzung
Ein Sprachmodell liefert dazu ebenfalls einen Text. Sechs Unterschiede, die im Mandat zählen.
Wer hält welchen Anteil, wer kann eine Transaktion blockieren, wo liegt die Mehrheit. Die Angaben stammen aus Handelsregister und Gesellschafterliste, öffentlich, aber nur einzeln und von Hand abrufbar.
Ein Sprachmodell kommt an diese Dokumente nicht heran.
Zehn Prozent Anteil, angestellter Geschäftsführer, Unternehmenswert im Millionenbereich: Daraus folgt, dass ein externer Käufer das wahrscheinlichste Szenario bleibt. Diese Verknüpfung leistet das Verfahren gezielt.
Ein Sprachmodell findet einzelne öffentliche Bruchstücke, verbindet sie aber nicht zu einer Aussage über die Transaktionslage.
Jeder Bericht hat denselben Steckbrief, dieselben Kapitel, dieselben drei Bewertungsachsen. Das Format ist festgelegt, nicht von Fall zu Fall neu erfunden.
Ein Sprachmodell baut jeden Text anders auf und bewertet denselben Fall bei zwei identischen Anfragen unterschiedlich.
Ist ein Umsatz nicht veröffentlicht, steht „nicht öffentlich verfügbar“ im Bericht. Der Wert wird nicht geschätzt und nicht aus Vergleichsdaten ersetzt.
Ein Sprachmodell kennzeichnet nicht, ob eine Zahl belegt, geschätzt oder mehrere Jahre alt ist.
Registerangaben stehen in einem Abschnitt, die Bewertung in einem anderen, Ableitungen mit der Kette dahinter. So ist erkennbar, was belegt und was geschlossen ist.
Ein Sprachmodell mischt beides im Fließtext, und es liest sich gleich sicher.
An jeder Fundstelle steht, wann sie geholt wurde. Damit sehen Sie, wie aktuell ein Registerstand ist und ab wann er nachgezogen werden sollte.
Ein Sprachmodell nennt kein Datum. Sie wissen nicht, ob eine Angabe von gestern stammt oder aus einem Trainingsstand von vor drei Jahren.
Verfahren
Branche und Region, bis auf Bundesland, Landkreis oder Stadt genau, dazu Größenordnung und Ausschlusskriterien.
Die Suche liefert eine Rohliste über Branche und Region. Mitarbeiterzahl und Größenordnung stehen dort noch nicht drin. Diese Liste gehe ich durch und sortiere aus, was zu groß, zu klein oder aus anderen Gründen nicht in Frage kommt. Sie bekommen eine durchgesehene Liste, keine Rohdatei.
Sie entscheiden, für welche Firmen sich ein Dossier lohnt, üblicherweise drei bis fünf. Erst danach beginnt die Tiefenarbeit.
Handelsregisterauszug, Gesellschafterliste und Jahresabschluss sind öffentlich einsehbar, aber nur einzeln und von Hand abrufbar. Automatisierte Zugriffe blockieren die Register. Jahresabschlüsse stehen seit dem Geschäftsjahr 2022 im Unternehmensregister, ältere Jahrgänge im Bundesanzeiger. Dazu kommen Firmenauftritt, Presse und regionale Berichterstattung. Was dabei nicht auftaucht, recherchiere ich nach und ergänze es, bevor der Bericht entsteht.
Kein Datenblatt, sondern ein Urteil: was für eine Ansprache spricht, wo der beste Einstiegspunkt liegt und welche Frage vorher zu klären ist. Grundlage sind die Register- und Bilanzunterlagen und die Quellen, die in der Recherche dazukommen. Je vollständiger die Grundlage, desto belastbarer das Urteil.
Diese Einschätzung hat immer dieselbe Form: drei Achsen, jeweils mit Begründung statt Punktzahl. Erst dadurch lassen sich mehrere Kandidaten nebeneinanderlegen und ordnen.
Eine Überarbeitung gehört dazu. Wenn Sie das Unternehmen bereits kennen oder Unterlagen haben, die öffentlich nicht auffindbar sind, arbeite ich das ein. Die überarbeitete Fassung liegt in der Regel innerhalb eines Werktags vor.
So sieht die Bewertung im Musterdossier aus: Begründung je Achse, keine Gesamtnote.
Lieferobjekte
Sie beauftragen, was Sie im Mandat brauchen, und bekommen fertige Dossiers, die Sie Ihrem Mandanten vorlegen können, auf Wunsch unter Ihrem eigenen Briefkopf. Alle Preise netto; als polnische Gesellschaft rechne ich im Reverse-Charge-Verfahren ab.
Zwanzig bis fünfzig Kandidaten nach Ihren Kriterien, je Zeile die Kernfelder. Passt das Raster nicht, kostet ein zweiter Durchlauf keinen neuen Auftrag.
Etwa sechs bis acht Seiten je Firma, Aufbau wie im Beispiel oben. Üblich sind drei bis fünf Dossiers je Mandat, eine Überarbeitung ist enthalten.
Deutsch und Englisch als Standard, Chinesisch auf Anfrage für Mandate mit chinesischen Käufern.
Wenn der Käufer oder Mandant in China sitzt: Ansprache, Abstimmung und laufende Kommunikation auf Chinesisch, in Ihrem Namen. Auch unabhängig von einem Dossier buchbar.
Der naheliegende Einwand
Stimmt. Fünfzehn Seiten, zwanzig Quellen, sofort und umsonst. Nachprüfen werden Sie beides, alles andere wäre fahrlässig. Die Frage ist nur, wie lange das dauert.
Bei einem Bericht ohne Belegkette müssen Sie jede der zwanzig Quellen selbst öffnen, weil Sie vorher nicht wissen, welche Angabe trägt und welche nur plausibel klingt. Bei einem Dossier mit Fundstelle und Abrufdatum je Zeile prüfen Sie drei Stellen und wissen, ob der Rest trägt.
Umfang ist billig geworden, Belegbarkeit nicht. Was ein Sprachmodell nicht liefern kann, sind die Dokumente hinter der Registerschranke, und jemand, der seinen Namen unter die Einschätzung setzt.
Die Unterlagen hat man schnell beisammen. Die Zeit geht ins Auswerten und Schreiben: Anteilslage nachvollziehen, Zahlen einordnen, jede Angabe belegen, den Fall formulieren. Ab welchem Stundensatz sich das rechnet, haben Sie schneller im Kopf als ich.
Passung
Umgang mit Daten
Gesellschafter und Geschäftsführer stehen mit Namen im Bericht. Anders ließe sich eine Anteilslage nicht darstellen. Genau deshalb ist festgelegt, was hineingehört und was nicht.
Der SME Radar ist kein Produkt, das Sie bedienen. Es gibt keinen Zugang für Dritte und keine Möglichkeit, selbst Berichte zu erzeugen. Jede Recherche führe ich persönlich durch und verantworte, was am Ende dasteht.
Grundlage sind Handelsregister, Gesellschafterliste, Jahresabschluss, Firmenauftritt und Presse. Angaben zu Personen stehen nur im Bericht, wenn sie dort eingetragen oder veröffentlicht sind und für die Anteilsfrage zählen. Nichts aus sozialen Netzwerken, von Datenhändlern oder aus dem privaten Umfeld.
Der Bericht schreibt niemandem eine Absicht zu und benennt keine vermuteten Erben. Er nennt belegbare Umstände: die Anteilslage, das Alter der Eintragung, das Fehlen einer erkennbaren Nachfolgeregelung. Wo er daraus einen Schluss zieht, steht der als Einschätzung gekennzeichnet, mit der Kette dahinter.
Kontakt
Das Musterdossier oben zeigt den Aufbau. Ob die Angaben tragen, zeigt nur ein echter Fall. Nennen Sie mir also Branche, Region und Größenordnung eines Rasters, das Sie ohnehin bearbeiten. Sie bekommen ein vollständiges Dossier zu einer Firma, mit echten Registerangaben, echten Fundstellen, echten Abrufdaten. Prüfen Sie drei Zeilen nach, dann wissen Sie, ob das Verfahren trägt.

Fabian Maier · TACTIC Asia Europe Consulting Sp. z o.o., ul. Łostowicka 29, 80-121 Gdańsk